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Datenschutz geht jeden an!

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Das Grundgesetz gewährleistet jeder Bürgerin und jedem Bürger das Recht, über Verwendung und Preisgabe seiner persönlichen Daten zu bestimmen. Geschützt werden also nicht Daten, sondern die Freiheit der Menschen, selbst zu entscheiden, wer was wann und bei welcher Gelegenheit über sie weiß. [Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit]

Einsatz von Whatsapp zur betrieblichen Kommunikation in Unternehmen verstößt gegen DSGVO

Dazu gibt es jetzt ein neues und sehr interessantes Merkblatt der Landesbeauftragten für Datenschutz Niedersachsen. „Die LfD Niedersachsen hat bereits mehrfach öffentlich betont, dass der Einsatz von WhatsApp durch Unternehmen zur betrieblichen Kommunikation gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) verstößt.“

 

Aktuelle Situation ist: Viele Unternehmen nutzen (oder  dulden) WhatsApp dennoch als etabliertes Kommunikationsmittel im Unternehmen.

Dabei macht WhatsApp schon in seiner Datenschutzrichtlinie klar, dass sie die Daten nutzen, um Unternehmen zu helfen, um „die Effektivität und Verbreitung ihrer Dienste und Nachrichten zu messen und Aufschluss darüber zu erlangen, wie die Menschen mit ihnen auf unseren Diensten interagieren“ und „Erkenntnisse über ihre Kunden zu erlangen und ihre Geschäfte zu verbessern“

 

Dabei geht es nicht nur darum, dass WhatsApp bei Erstnutzung die persönlichen Kontakte aus dem Smartphone ausliest und überträgt. Dabei werden übrigens auch die Kontakte an WhatsApp übertragen, welche WhatsApp NICHT nutzen (ohne deren Einwilligung!)

Es geht auch darum, das WhatsApp die Verbindungsdaten (z.B. wer, wann, mit wem, wie oft und wie lange kommuniziert) verarbeitet und auch anderen Unternehmen zur Verfügung stellt (siehe Datenschutzrichtlinie)

 

http://www.lfd.niedersachsen.de/startseite/datenschutzreform/dsgvo/nutzung_von_whatsapp_im_unternehmen/merkblatt-fuer-die-nutzung-von-whatsapp-in-unternehmen-166297.html

Veröffentlicht am 31.07.2018 11:36 Uhr.